Wer steckt dahinter?

Zerstörung von Lebensraum – getarnt als Entwicklungshilfe?

Die ca. 45.000 Menschen am Rande der Schutzgebiete der Region leben bislang als Kleinbauern von dem, was ihnen der Wald schenkt, (Feuerholz, Trinkwasser, Buschfleisch u.a.) und bauen in kleinem Umfang Feldfrüchte an, die sie auf dem Markt verkaufen. Durch die Rodung würde ihre gesamte Existenzgrundlage zerstört und die nachfolgender Generationen.

Umso absurder ist es, dass das Unternehmen als „soziales Projekt“ verkauft wird. Die gemeinnützige Organisation „All for Africa“, die nach eigenen Angaben der Landbevölkerung in Entwicklungsländern zu mehr Wohlstand verhelfen wird, vermarktet die geplante Palmölplantage als nachhaltiges Entwicklungsprojekt. Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen (ESIA) werden nicht publiziert, dennoch wird mit der Arbeit begonnen. Es gibt dazu keine offiziellen Stellungnahmen von All for africa.

Herakles Farms (CEO Bruce Wrobel) hat die Palmsetzlinge bereits angeliefert und will die Plantage errichten. Blackstone ist zu 99% an der Firma Sithe Global beteiligt. Sithe Global (CEO Bruce Wrobel) unterstützt die NRO All for Africa, die Palmöl in Kamerun als soziales Projekt vermarktet. Blackstone hat ein Angebot bekommen dieses Projekt zu finanzieren.

Enteignung und Hungerlöhne für die lokale Bevölkerung

Die Erfahrung aus Regewaldabholzungen in Asien hat gezeigt: Nachdem die großen Konzerne die Tropenhölzer abtransportiert und sich die Profite eingestrichen haben, bleibt der Landbevölkerung nichts als gerodete Flächen. Mit etwas Glück wird ihnen von den Palmölkonzernen ein Arbeitsplatz auf der Palmölplantage angeboten, doch das zu ausbeuterischen Niedriglöhnen. Diese unwürdigen Arbeitsbedingungen ermöglichen erst, dass Menschen in Industrieländern Palmöl als das billigste und bequemste aller Pflanzenöle in jedem zweiten Lebensmittel vorfinden und angeblich ökologischen Biodiesel in den Tank füllen können. Es wäre wesentlich umweltverträglicher, die Palmöl-Plantagen auf bereits gerodeten Flächen zu errichten. Doch die Abholzung des Regenwaldes bringt den Konzernen zusätzlichen Profit durch die Vermarktung edler Tropenhölzer.

Die Bulldozer sind bereits angerückt

Die Einwohner am Korup Nationalpark kämpfen mit all ihren bescheidenen Mitteln gegen die geplante Palmöl-Plantage. Die Erlaubnis für die Plantage wurde von der Regierung ohne die Zustimmung der lokalen Dörfer und Landeigentümer gegeben. Als Bulldozer ins Dorf Fabe einrückten, zeigte sich die Bevölkerung höchst verärgert und wütend. Eine große Zahl junger Menschen protestierten und schafften es letztlich, die Bulldozer zu vertrieben. Vorerst.