Tüpfelhyänen – Hilfe für die „Umweltpolizei“

Naturschutz in Zentralafrika: Neue Hoffnung für die letzten Tüpfelhyänen im Kongobecken

Die letzten verbliebenen Savannengebiete des Kongobeckens waren noch bis vor wenigen Jahrzehnten ein wichtiges Rückzugsgebiet für Tüpfelhyänen in Zentralafrika. Doch innerhalb kurzer Zeit sind alle bekannten Tüpfehyänen-Populationen verschwunden – bis auf eine im Odzala Kokoua National Park im Norden der Republik Kongo. Hyänen sind Aasfresser und nehmen als eine Art „Gesundheitspolizei“ eine wichtige Funktion ein: nicht nur für den Erhalt des Ökosystems, sondern auch für den Menschen. Mehr

Die Tüpfelhyänen-Studie – letzte Rettung?

Torsten Bohm, Doktorand am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), ist im Odzala-Kokoua Nationalpark im Zuge seiner Doktorarbeit in Kooperation mit SAVE und mit intensiver Unterstützung durch das IZW für das Hyänenprojekt aktiv. Die umfassenden Forschungsarbeiten beinhalten unter anderem das Erfassen der Population mit Kamerafallen („Kamerafallen-Trapping“) sowie populationsgenetische Studien, welche das Überleben der Hyänen im Kongo sichern sollen. Mehr

Die GZFA – Schirmherr des SAVE-Tüpfelhyänen-Projektes

Auch im Namen unserer Forscher und kooperierenden Organisationen bedanken wir uns an dieser Stelle bei der Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion und Ästhetik (GZFA) für ihr großes Engagement zum Wohle der letzten verbliebenen Tüpfelhyänen im Kongobecken.

Das sind die Maßnahmen von SAVE

  • Genetische Studien: genetische Datensammlung zur Ermittlung der genetischen Vielfalt  in den Populationen, Erkennung von Inzucht und zum Nachweis, ob zwischen den Populationen ein Austausch von Individuen stattfindet (welcher sehr wichtig ist, um keine Inzucht in den einzelnen Populationen aufkommen zu lassen).
  • Feldforschung: Untersuchung von Kotproben zur Bestimmung des Nahrungsspektrums, Betrachtung des Jagdverhaltens und Sozialverhaltens, Bestimmung von Populationsgröße und Populationsausbreitung, andererseits auch Identifizierung von potentiellen Gefahren wie Krankheiten, Buschfeuer und Wilderei (GPS-Daten per Satellitenhalsbänder, Spurensuche, Beobachtungen, Monitoring etc.
  • Arbeit mit Kamerafallen zur Aufnahme des Bestandes und Individuen-Unterscheidung
  • Interviews mit Menschen vor Ort, um den Konflikt zwischen Mensch und Raubtier genau zu identifizieren und Lösungen zu finden, damit beide zukünftig friedlich nebeneinander leben können
  • Förderung der Mitarbeit, Aus- und Weiterbildung der Bevölkerung vor Ort im Rahmen von Capacity Development
  • Aufklärungsarbeit

Dafür braucht SAVE Ihre Spende

  • Technisches Equipment: Funkgeräte, Ferngläser, Computer (Hardware & Software)
  • Kommunikationsmittel: Satellitentelefon und Funkgeräte, Internet
  • Mitarbeit der Forscher und Assistenten vor Ort: Lohnzahlungen, Unterkünfte, Verpflegung, Reisekosten etc.
  • Veterinärmedizinische Betreuung der Tiere
  • Kamerafallen, Sicherheitsboxen und Stahlschlösser zum Schutz der Kamerafallen vor Diebstahl / Vandalismus durch Menschen und Zerstörung durch Tiere (v.a. Elefanten)
  • Laboruntersuchungen von Kotproben
  • Treibstoff für die Fahrzeuge, Reparaturen von Geländewagen
  • Aufklärungsmaterialien, wie z.B. Flyer, Informationsbroschüren etc.