Die Wanderung der Gnus

Gnu-Herde in der Kalahari. © SAVE

Gnus sind eine Gattung afrikanischer Antilopen. Zu ihnen gehören die Weißschwanzgnus und die auch in Botswana verbreiteten Streifengnus. Ihre Heimat sind die Savannenlandschaften des östlichen und südlichen Afrikas. Als reine Vegetarier ernähren sie sich nur von Gräsern und Kräutern.

Einst streiften riesige Herden von Streifengnus durch die Kalahari, stets auf der Suche nach Nahrung und Wasser. Auch heute noch ist die große Wanderung der Gnus im südlichen und östlichen Afrika eine der faszinierendsten und erstaunlichsten Tierwanderung der Welt. Dem Regen folgend ziehen alljährlich hunderttausende von Gnus in Richtung Norden. Die letzte große Gnu-Migration in Botswana endete allerdings mit einer Tiertragödie, als man zum Schutz der Rinderherden einen langen Zaun durch das Gebiet der Kalahari zog, der „Kuke Fence“. Damit wurde den Wildtieren aus der Kalahari der Weg zum Wasser des Okavango und Linyanti versperrt. Viele hunderttausende Gnus und andere Tiere verendeten qualvoll am Zaun. Botswanas Gnu-Bestände haben sich von dieser Tragödie nie erholt.

Immer weniger Gnus in Botswana

© SAVE

Als Folge der anadauernden Jagd auf die Gnus – besonders ihr Fleisch und ihre Haut sind begehrt – wurden ihre Herden im gesamten Verbreitungsgebiet kontinuierlich kleiner. Dank massiver Schutzbemühungen erholen sich die Bestände in weiten Teilen Afrikas heute wieder. Nicht so jedoch in Botswana. Von ehemals 300.000 durchstreifen heute nur noch 25.000 Streifengnus die Savannen Botswanas. Die durch Zäune unterbrochenen Migrationsrouten und zunehmende Buschbrände scheinen dafür mitverantwortlich zu sein. Dabei sind Gnus als eines der wichtigsten Beutetiere der Löwen von großer Bedeutung für ein funktionierendes Ökosystem. Mit umfangreichen Schutzbemühungen will SAVE deshalb Botswanas Streifengnus langfristig sichern und wachsende Bestände erreichen.

Wie SAVE hilft

SAVE erforscht den Lebensraum und das Wanderverhalten der Streifengnus in Botswana. Wir unterstützen den jungen Studenten und Forscher Moses Selebatso bei seinen Studien zum Verhalten der Tiere. Im Rahmen unseres Capacity Development Programmes begleitet SAVE seine Forschungsarbeit und unterstützt ihn finanziell und durch Bereitstellen des notwendigen Forschungsequipments wie z.B. Funkhalsbänder zum Besendern der Tiere. Ziel seiner Studien ist es, das Verhalten der Gnus im Central Kalahari Game Reserve zu erforschen und herauszufinden, wie vielen Tieren das Gebiet Lebensraum geben kann. Dazu beobachtet Moses Selebatso drei der insgesamt acht Gnu-Herden, die in dieser Region beheimatet sind. Ihre Suche und ihre Wanderungen zu den lebensnotwendigen Wasserstellen liefern ihm wichtige Erkenntnisse für seine Forschungsarbeit.

Mehr zur Forschungsarbeit

So können Sie den Gnus helfen

© SAVE

Auch Sie können den Gnus helfen, die weiten Landschaften Botswanas zurückzuerobern. Denn mit Ihrer Unterstützung können wir herausfinden, warum die Rückkehr der Gnus nach Botswana auf sich warten lässt. Übernehmen Sie eine Schirmherrschaft für die wanderfreudigen Vegetarier. Oder unterstützen Sie Moses Selebatso bei seinen Forschungsarbeiten über die Gnus in Botswana. Auch eine Projektspende für die Gnus hilft uns, ihren Lebensraum im Central Kalahari Game Reserve zu schützen und lebenswerter zu machen. Denn wir wollen, dass auch in der Kalahari der Boden bald wieder zittert, wenn die riesigen Gnu-Herden die Landschaften auf ihren Wanderungen durchqueren!

Dafür braucht SAVE ihre Spende

Helfen Sie uns dabei! Denn um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen benötigen wir für unsere Forscher und Forschungsteams vor Ort dringend finanzielle Unterstützung, z.B. für

  • Technisches Equipment, insbesondre Funkhalsbänder
  • Geeignete Kommunikationsmittel wie Funkgeräte und Satellitentelefon
  • Geländefahrzeuge, Treibstoff, Wartung und Reparatur der Fahrzeuge
  • Unterstützung der Forscher, Assistenten und Tracker (Fährtensucher) vor Ort
  • Studiengebühren afrikanischer Studenten des Capacity Development