Geparden: Schutz für die gefährdeten Sprinter

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Schnellstes Landtier gilt als „vom Aussterben bedroht“

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Sein Körperbau ist elegant und wie geschaffen für kurze, kräftige Sprints. Bis zu 112 km/h kann der Gepard rennen, doch diese hohe Geschwindigkeit nur auf einer Strecke von 400 Meter durchhalten. Sein Gesicht trägt, im Gegensatz zum Rest des Fells keine Flecken, sondern zwei schwarze Streifen, die von den Augen zu den Mundwinkeln laufen und „Tränenstreifen“ genannt werden. In der Tat ist sein Schicksal durchaus traurig: Schon vor 10.000 Jahren starb der Gepard fast aus. Zurück blieben nur wenige Tiere, auf die der gesamte heutige Genpool zurückzuführen ist. Ein Phänomen, das als „genetischer Flaschenhals“ bezeichnet wird und eine starke genetische Verarmung mit Häufung genetischer Defekte beschreibt. Hinzu kommen hohe Jungtiersterblichkeit, Konkurrenzdruck zu vielen anderen Raubtieren und Bedrohung durch den Menschen. Vor allem dieses Schicksal teilt der Gepard mit Löwen, Leoparden und Afrikanischen Wildhunden: Auch Geparden werden vielfach vergiftet, erschossen oder mit grausamen Schlingenfallen gefangen.

Bedrohte Art laut roter Liste – dringende Forschung für den Arterhalt:

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Auf der ICUN- Roten Liste ist der Gepard als bedrohte Tierart eingestuft. Optimistische Schätzungen gehen von insgesamt 12.000 Individuen aus, die fast ausschließlich alle im südlichen Afrika leben. Der Gepard ist selten in Nationalparks anzutreffen, sondern großenteils auf Farmland: Hier kann er seinem ärgsten Konkurrenten, dem Löwen, aus dem Weg gehen, neben dem er kaum eine Chance hat. Doch das Leben in diesem Habitat bezahlen die Geparden oft mit dem Tod.

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Umso kostbarer und schützenswerter sind die kleinen Bestände in den Nationalparks. Hier leben Geparden zwar in Konkurrenz zu anderen Raubtieren, die ihnen oft das mühsam erbeutete Tier abjagen, doch wenigstens der Mensch kann ihnen nichts anhaben. Die große Wildtierzählung durch die SAVE-Forscher im Central Kalahari Game Reserve in Botswana ergab, dass dort mindestens acht Individuen leben.

Um mehr über diese einzelnen Tiere dieser kleinen Population zu erfahren, wurden zwei Geparden mit Satellitenhalsbändern besendert. Hieraus gewinnen die Wissenschaftler wertvolle Informationen unteranderem über das Wanderverhalten dieser Tiere. Auf Basis der gewonnenen Daten kann SAVE künftig nachhaltige Schutzmaßnahmen für die Geparden in der Kalahari und darüber hinaus entwickeln.

Das sind die Maßnahmen von SAVE

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  • Erforschung der Geparden in ihrem Ökosystem, wie zu einen Wanderrouten, Nahrungsauswahl, Sozialverhalten, Populationsgröße und Ausbreitung, jedoch andererseits auch potentielle Gefahren wie Krankheiten, Buschfeuer und Wilderei (GPS-Daten per Satellitenhalsbänder, Spurensuche, Beobachtungen, Monitoring, Überwachung und nachfolgende Dokumentation von wieder ausgesetzten Geparden)
  • Förderung der Mitarbeit, sowie Aus- und Weiterbildung der Bevölkerung im Gebiet des Nationalparks, und zusätzlich auch Förderung der Bildung junger Botswaner im Rahmen des Capacity Development
  • Entwicklung von Lösungsansätzen um Konflikte zwischen Mensch und Tier langfristig auszuräumen
  • Aufklärungsarbeit (vor allem Farmer-Interviews und -Kooperationen vor Ort)

WERDEN SIE GEPARDEN-SCHIRMHERR!

Um sowohl die Halsbänder als auch das Equipment für die anschließende Überwachung zu finanzieren suchen wir für unser Geparden-Projekt dringend Schirmherren! Auch für die weiterführende Geparden-Forschung und Ausbau von Schutzmaßnahmen sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen.

Dafür braucht SAVE Ihre Spende

SAVE-Forscher Dr. Glyn Maude bei der
Besenderung eines Geparden - © SAVE
  • Technisches Equipment: Funkhalsbänder, GPS-Geräte und Ferngläser, Computer (Hardware & Software)
  • Kommunikationsmittel: Satellitentelefon und Funkgeräte, Internetverbindungen
  • Gelände-Fahrzeuge: Treibstoff, Kauf neuer Fahrzeuge sowie deren Reparaturen/Wartung
  • Unterstützung der Forscher, Assistenten und Tracker vor Ort: Lohnzahlungen, Unterkünfte, Verpflegung, Reisekosten etc.
  • Betäubungsgewehre- und Medikamente, veterinärmedizinische Betreuung der Tiere, Fallen und Sicherheitsboxen
  • Studiengebühren afrikanischer Studenten des Capacity Development
  • Laboruntersuchungen
  • Aufklärungsmaterialien, wie z.B. Flyer, Informationsbroschüren etc. für die Bevölkerung