SAVE Newsletter Dezember

Freitag, den 19. Dezember 2014 um 08:28 Uhr
Newsletterkopf
© SAVE

LIEBE FREUNDE UND FÖRDERER DES SAVE WILDLIFE CONSERVATION FUND,

ein erfolgreiches Jahr 2014 geht zu Ende und es gibt wieder viel Neues zu unseren Projekten zu berichten.

Lesen in diesem Newsletter: neue Neuigkeiten von unseren Kinderprojekten; von unserem neu gestarteten Kooperationsprojekt mit dem Artenschutzbüro Unteres Odertal zum Schutz des Wolfs auch in Deutschland; wie Sie selbst durch Ihren täglichen Konsum den Regenwald erhalten und wie Sie sinnvoll Schenken könnten.

Das gesamte Team des Save Wildlife Conservation Fund wünscht Ihnen eine schöne Weihnachtszeit!

Hier gelangen sie zu unserem Newsletter:
NL Dezember

 

Mythos Wolf

Donnerstag, den 18. Dezember 2014 um 08:48 Uhr
Faehen
© Karsten Arnold

Kooperationsprojekt zur Forschung und Aufklärung im Unteren Odertal gestartet

Das Märchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf kennt jedes Kind. Dass Wölfe böse Wesen sind, ist jedoch ein reines Märchen, aber leider eins, das sich hartnäckig hält. Denn Wölfe sind nicht die blutrünstigen Tiere, als die sie immer wieder gerne dargestellt werden. Der Wolf ist ein sehr scheues Wesen, das Menschen für gewöhnlich meidet. Weder lauert es kleinen Mädchen auf, noch frisst es Großmütter. Und wenn es andere Tiere jagt, dann nur aus Hunger, niemals aus reiner Blutrünstigkeit. Weil dieser Ruf ihm jedoch anhaftet, ist der Wolf in unseren Breiten gefährdet. Immer wieder wurden die Tiere brutal verfolgt und ausgerottet, bis sie Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland so gut wie verschwunden waren. Erst Anfang der 90er Jahre wurden umfangreiche Projekte zum Schutz der Wölfe in Europa gestartet.

 Nachtsicht1
© Karsten Arnold

Seit dem Jahr 2000 gibt es wieder Wölfe in Deutschland. Heute leben geschätzt ca. 234 Tiere unter uns (Stand Oktober 2014). Diese zu schützen und zu erforschen ist das Ziel des Projekts „Der Wolf im Unteren Odertal“, das SAVE Wildlife Conservation Fund zusammen mit dem Ausführungspartner, dem Artenschutzbüro Unteres Odertal betreibt. Um den Menschen die unbegründete Angst vor Wölfen zu nehmen, klären die Projektpartner auf. Wölfe sind Fleischfresser - aber das sind Hunde auch. Und ein Wolf, der ein Schaf reißt, ist nicht böse, sondern folgt lediglich einem natürlichen Trieb - dem des Hungers. Macht man es den Wölfen schwer, an Weiden, Käfige oder Ställe zu gelangen, suchen sich die Tiere ihre Nahrung im Wald. Wenn ein Wolf ein Tier in der Zivilisation reißt, dann nur, weil es ihm quasi auf dem Tablett präsentiert wird. „Woher soll ein Wolf wissen, dass er Schaf oder Huhn nicht berühren soll? Ein hungriger Mensch, der an einem unbewachten, voll gedeckten Tisch vorbeikommt, würde sich genau so verhalten wie der Wolf“ erklärt Dajana Witt, Vorstand des Artenschutzbüro Unteres Odertal. Die Naturschützerin ist überzeugt, dass Wölfe lernfähig sind. Sie sieht es daher als Aufgabe der Menschen, Wölfe abzuschrecken, damit sie in den Wäldern bleiben. Dafür gibt es viele einfache Methoden. Die Tiere zu töten, gehört definitiv nicht dazu. Wölfe haben beispielsweise Angst vor flatternden bunten Lappen. Diese kann man an Weidenzäune anbringen, um Wölfe davon abzuhalten, unter die Zäune zu kriechen. Doch in den Wäldern können die Tiere auch nur überleben, wenn der Mensch aufhört, den kleinen Rest an natürlichem Lebensraum zu zerstören.

 Nachtsicht2
© Karsten Arnold

Das gemeinsame Projekt untersucht das Verhalten des Wolfs in der kultivierten Landschaft des Unteren Odertals und dokumentiert dieses. Auch die Rudelgrößen werden erfasst und ihre Bewegungen beobachtet. Gleichzeitig wird der Wildtierbestand in den Wolfrevieren erforscht und dokumentiert. Ziel ist es, das Überleben des Wolfs zu sichern und sein Image in der Bevölkerung zu verbessern. Bei vielen Menschen herrschen noch immer irrationale Ängste in Bezug auf Wölfe, so dass ihr Bestand, trotz Schutzprojekten immer wieder bedroht ist. „Mit der richtigen Aufklärung, mit Fakten statt Mythen und mit Maßnahmen, die den Wolf von Höfen, Ställen und Siedlungen fernhalten, soll das Märchen vom bösen Wolf weichen und endlich zur Akzeptanz dieses schützenswerten Tieres beigetragen werden. Erst dann kann eine langfristige Wiederansiedlung des Wolfes in Deutschland klappen,“ so Karsten Arnold, Projektleiter vom ´Der Wolf im Unteren Odertal´.

„Wir können es uns leisten auch großen Raubtieren wieder eine Heimat zu geben. Hierzu müssen jedoch der Bevölkerung ihre Ängste durch gezielte Aufklärung genommen werden und Artenschützer, als auch Verhaltensforscher eng mit den behördlichen Instanzen zusammenarbeiten,“ meint Dr. Maike Förster, wissenschaftliche Beraterin des SAVE Wildlife Conservation Fund.

 

Kids for Wildlife Conservation

Mittwoch, den 17. Dezember 2014 um 14:12 Uhr
Fragerunde
© SAVE

Botswana WILD: Kinder und Umweltschutz in Botswana - ein Jahresrückblick

Der SAVE Wildlife Conservation Fund hat in 2014 gemeinsam mit der Denver Zoological Foundation in den botswanischen Gemeinden Moreomaoto und Gweta verschiedene Umwelt- und Naturschutzprojekte für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Dies wurde durch einen Projekt-Zuschuss des Disney Foundation Wildlife Fund ermöglicht. Dadurch konnten in diesem Jahr zahlreiche Kinder in Botswana an diversen Projekten und Ausflügen teilnehmen.

 Gamedrive
© SAVE

Das gemeinsame Projekt der zwei Umweltorganisationen brachte den jungen Menschen wichtige Grundkenntnisse in den Bereichen Naturschutz, Umwelterziehung und sanfter Tourismus näher und ermöglichte es ihnen, sich über Berufe im Bereich des Tierschutzes zu informieren. Durch gezielten Unterricht mit entsprechenden Materialien, Vorträgen von Naturschützern und Parkmitarbeitern und Ausflügen zum National Park lernten die Jugendlichen sehr viel über ihre Umwelt, deren Artenreichtum und den nachhaltigen Umgang damit.

Gamedrive_2
© SAVE

Durch die Spende von Disney konnten mehrere sogenannte "Trunk-Boxen" mit Material für den Unterricht finanziert werden. Die Projektpartner haben gemeinsam mit den Partnern vor Ort die Zusammensetzung der Kisteninhalte überlegt, damit die Materialien zur lokalen Situation und zum Alter der Kinder passen. Die Trunk-Boxen enthalten neben altersgerechten Büchern über Tiere und Naturschutz diverse Materialien und Utensilien für den Unterricht. Dazu zählen Ferngläser, Lupen, Kompasse, aber auch Umgebungskarten, Tierfilme und jede Menge Spiele, in denen es stets um den Tierschutz geht. Zwei Bücher wurden sogar eigens für den Einsatz in den „Frage-Kisten“ entworfen. Das eine handelt von Geiern, das zweite vom Afrikanischen Wildhund - zwei Tierarten, mit denen die Kinder vertraut sind.

 Unterricht
© SAVE
Die Kisten werden im Unterricht eingesetzt, um diesen anschaulich und lebendig zu gestalten. So werden die Kinder spielerisch an die wichtigen Themen herangeführt und bekommen ein Gespür dafür, dass ihre Umwelt und die Tiere darin schützenswert sind. Die Spende ermöglichte es zudem, dass Mitarbeiter des Denver Zoos nach Botswana reisen konnten, um dort Workshops für lokale Lehrkräfte und Bibliotheksmitarbeiter durchzuführen. In 4 Workshops wurden über 35 Lehrkräfte darin geschult, wie sie am besten Kinder und Jugendliche für das Thema Tier- und Umweltschutz begeistern und wie die „Frage-Kisten“ erfolgreich für den Unterricht eingesetzt werden können.

Neben der Befüllung von Frage-Kisten für den Unterricht ermöglichte die Spende auch mehrere Ausflüge in den Makgadikgadi Pans National Park. Dort konnten Lehrkräfte und Kinder zahlreiche Tiere in natürlicher Umgebung beobachten. Für viele war dies der erste Besuch im Park. Zudem konnten sich die Kinder durch Gespräche mit Parkmitarbeitern und Safari Guides über Berufe im Park- und Wildtiersektor informieren.

Das gemeinsame Projekt von SAVE und Denver Zoo erfreut sich zunehmender Anerkennung in Botswana und gewinnt immer mehr Projektpartner die die Umweltarbeit von SAVE vor Ort unterstützen.

 

Hersteller unter Zugzwang

Mittwoch, den 10. Dezember 2014 um 08:57 Uhr
Mit richtigen Einkaufen die Natur bewahren
Sie haben es in der Hand! Kaufen Sie nur Produkte die kein Palmöl enthalten!

Am 13. Dezember tritt die Kennzeichnungspflicht für Inhaltsstoffe in Kraft

Es ist bekannt, dass die Palmölgewinnung ein Hauptgrund für die Abholzung der Regenwälder ist. Jährlich gehen etwa 12,55 Millionen Hektar – was einer Fläche von rund 17,5 Millionen Fußballfeldern entspricht – auf das Konto der Palmölgewinnung; Tendenz weiter steigend.
Bisher kamen die meisten Hersteller ihrer Verpflichtung nicht nach, die Verbraucher umfassend über die Inhaltstoffe ihrer Produkte zu informieren. Dies ändert sich jedoch mit der neuen Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, die ab dem 13. Dezember dieses Jahr in Kraft tritt. Nun reicht die Angabe „pflanzliches Öl oder Fett“ nicht mehr aus. Die Produzenten müssen ganz klar kennzeichnen wenn Palmöl in Lebensmitteln enthalten ist.

Billig und schädlich für Mensch und Umwelt.

„Pflanzliche Öle und Fette“ so heißt bisher noch die verschleierte Hersteller-Angabe bei Produkten, die Palmöl enthalten.

Von Schokoriegeln und Fertiggerichten über Kosmetika bis hin zu Waschmittel und Kerzen - fast jeder zweite Supermarktartikel enthält pflanzliche Öle und Fette. Diese können zwar aus heimischen Raps- und Sonnenblumenöl oder Sojaöl stammen, aber meist verbirgt sich dahinter Palmöl. Denn Palmöl ist das mit Abstand billigste Pflanzenöl auf dem Markt.

Die bereits in 2011 von der EU beschlossene Kennzeichnungspflicht tritt als Gesetz ab dem 13. Dezember in Kraft. Hersteller müssen nun genau angeben um welche Öle und Fette es sich in ihren Pizzen, Schokoladen und Nusscremes handelt.
So haben Verbraucher endlich die Möglichkeit, auf Produkte zu verzichten, die das umweltschädliche Palmöl enthalten. Mit Hilfe einer von SAVE Wildlife Conservation Fund zusammengestellten Datenbank kann der Kunde künftig Produkte aus den Bereichen Lebens- und Reinigungsmittel, Kosmetika oder Tierfutter finden, die kein Palmöl enthalten. Die Datenbank, die Teil der Kampagne Zeropalmöl (www.zeropalmoel.de) ist, zeigt ebenfalls an, welche Hersteller auf Palmöl ganz oder auch teilweise verzichten.

Regenwaldabholzung
Palmöl zerstört unsere letzten Regen-
wälder. © SAVE

„Hersteller, die Palmöl verwenden, bringen die Regenwaldabholzung direkt in die Haushalte der Verbraucher! Sie beteiligen sie an der Umweltzerstörung, an Menschenrechtsverletzungen und dem Artensterben“, kritisiert Dr. Maike Förster vom SAVE Wildlife Conservation Fund.

Gründe auf Palmöl zu verzichten gibt es viele. Die schädlichen Auswirkungen der Palmölerzeugung auf Umwelt, Mensch und Tier sind schon lange bekannt, die Negativ-Liste lang! Für Plantagen werden in den Tropen immer noch große Regenwaldflächen – oft illegal - gerodet, Kleinbauern vertrieben, Grund und Boden durch den Einsatz von Pestiziden verseucht. Tiere verlieren ihren Lebensraum, viele Arten wie Orang Utans oder der Sumatra Tiger sind akut vom Aussterben bedroht. Dazu kommen die Gesundheitsschäden, die raffiniertes Palmöl verursacht. Studien zeigen, dass das Molekül 3-MCPD und Glycidol Fettsäureester, die beim Raffinieren entstehen, schwere Krankheiten wie Krebs verursachen können. Diese Moleküle sind in weitaus höherer Konzentration in Palmöl enthalten als in anderen pflanzlichen Ölen.

Zeropalmoel
Regenwälder sind unsere grüne Lunge.

Zudem wird Palmöl auch zur Herstellung von Agrosprit verwendet, wodurch noch mehr Waldflächen verloren gehen. Und damit nicht genug! Gigantische Kohlenstoffspeicher in Form von Torfböden wurden durch die Regenwaldwaldabholzung bereits zerstört. Dadurch wird der gespeicherte Kohlenstoff frei. Dies führt zu einem nachweislich extrem hohen und schädlichen CO2-Anstieg.

Aufgrund der bekannten Problematik versuchen viele Hersteller ihre Einkaufspolitik und Verantwortung auf sogenannte „Nachhaltigkeitssiegel und Zertifizierungen“ abzuwälzen. Hiervon sollte sich der Verbraucher aber nicht täuschen lassen! Nahezu 95% aller Hersteller können die genaue Herkunft des verwendeten Palmöls nicht eindeutig nachweisen.

Das vielleicht bekannteste Beispiel eines Zertifizierungssystems ist der RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil). Zahlreiche bekannte Hersteller setzen auf RSPO zertifiziertes Palmöl und bewerben dies fleißig. Doch die vom RSPO festgelegten Kriterien sind schwammig, Verstöße gegen Umweltauflagen und Menschrechte werden kaum geahndet. Dadurch kann billig produziert werden. Tatsächlich kann von „billig“ jedoch keine Rede sein, denn die Folgen dieser Profitgier verursachen langfristig astronomische Kosten. Es ist daher wichtig, Verbraucher, Hersteller und Politik für die Probleme, die die Palmölproduktion verursacht, zu sensibilisieren.

Es geht auch anders! Das beweisen einige verantwortungsbewusste Hersteller, die bereits jetzt auf Palmöl in ihren Produkten verzichten.

“Verbraucher haben es in der Hand, den Raubbau an unseren Regenwäldern aufzuhalten! Indem sie sich für palmölfreie Produkte bzw. Alternativen entscheiden und somit Firmen zur Umstellung auf heimische Öle bewegen“, ist Förster überzeugt.

Weitere Informationen über Zeropalmöl

Zeropalmoel
ZeroPalmöl © SAVE

Das Ziel der Kampagne ZeroPalmöl ist die drastische Reduktion des Palmölkonsums in Deutschland. Auf der Website www.zeropalmoel.de wird umfassend über Palmöl und palmölfreie Produkte informiert, sowie den Verbrauchern, Herstellern und Produzenten direkte Handlungsempfehlungen gegeben. Durch Aufklärung und Druck auf Hersteller und Politik kann jeder helfen, Palmöl aus allen in Deutschland vertriebenen Produkten zu verbannen und damit zum Erhalt der Regenwälder beitragen.

 

SHARE FOR SMILES e.V. wählt erneut SAVE Projekt für ihren Afrika-Kalender 2015 aus

Donnerstag, den 04. Dezember 2014 um 11:53 Uhr

SHARE FOR SMILES Afrika-Kalender 2015

SFS Kalender
© Share for Smiles e.V.

„Durch sinnvolles Schenken bedürftigen Kindern und Jugendlichen in Afrika eine Zukunft mit Perspektive ermöglichen“ das ist die Vision von Share for Smiles e.V. Der gemeinnützige Verein fördert Bildungsprojekte in Afrika und legt dabei besonderen Wert auf die Entwicklung nachhaltiger Perspektiven hin zu mehr Unabhängigkeit.

Share for Smiles eV. schenkt SAVE erneut Vertrauen und fördert mit dem Erlös des Afrika-Kalenders 2015 das SAVE Projekt in Shakawe.

Hier gelangen Sie direkt zum Afrika Kalender 2015 ‏

Weitere Info´s zu ‏ SHARE FOR SMILES e.V.

 

Zum Jahresende Neuigkeiten aus Shakawe und Samochima

Donnerstag, den 27. November 2014 um 12:42 Uhr
©SAVE
© SAVE

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, doch bevor wir Abschied von 2014 nehmen, wollen wir von den letzten Neuigkeiten aus unseren SAVE-Projekten in Samochima und Shakawe berichten.

In beiden Orten haben sich die Spielgruppen mittlerweile so fest etabliert, dass sie kaum mehr wegzudenken sind. In Samochima hat sich die Zahl der Kinder fast verdoppelt - täglich besuchen mittlerweile über 70 Kinder die Einrichtung. Auch in Shakawe nehmen deutlich mehr Kinder am Unterricht teil. Waren es bis Mitte des Jahres noch 50 Kinder, sind es heute über 80, die täglich bei den Spiel- und Lerngruppen in der Bibliothek mitmachen. Das ist ein deutliches Zeichen, dass die Arbeit von SAVE vor Ort sehr geschätzt wird.

©SAVE
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Der Erfolg spiegelt sich auch darin wieder, dass unterschiedliche Organisationen sich mit SAVE vernetzen, um den spielerischen Umwelt-Gedanken fester zu verankern. Dazu zählen das Bokamosa Training Institute sowie die NGOs Project Concern und Lady Khama Trust, die auf unterschiedliche Weise die Spielgruppen unterstützen wollen. Das Bokamosa Training Institute zum Beispiel hat mit der Schulung für Lehrpersonal begonnen. Die Trainings finden in den Schulferien statt und werden in den kommenden 2 bis 3 Jahren fortgeführt. Der Lady Khama Trust prüft derzeit gemeinsam mit Project Concern wie die finanzielle Unterstützung für eine weitere Spielgruppe in Shakawe gesichert werden kann. Dass eine dritte Gruppe Sinn macht, zeigt sich schon daran, dass die bisherigen Spielgruppen aus allen Nähten platzen. Zudem wohnen viele Kinder sehr weit entfernt von der Shakawe Bibliothek oder der Samochima Gruppe. Eine dritte Gruppe, die in Botshelo geplant ist, würde diesen Kindern die Möglichkeit eröffnen, Umweltunterricht in ihrer Nähe zu besuchen.

©SAVE
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Auch andere Einrichtungen und Gruppen sehen in den SAVE Projekten eine unterstützungswürdige Sache. So haben die Eltern der Samochima Vorschulgruppe in Eigenarbeit der Schule ein Facelifting verpasst. Verschiedene Einrichtungen, darunter die lokale Barclays Bank spendeten Geld für die gute Sache.

Die Kinder wiederum profitieren von alledem, in dem sie spielerisch lernen, ihre Umwelt wahrzunehmen, zu schätzen und für deren Erhalt zu sorgen. Im zweiten Halbjahr lag der Fokus fast ausschließlich auf heimische Tierarten. Jede Woche wurde ein anderes Tier zum Tier der Woche ernannt. Mit diesem Tier setzten sich die Kinder dann mit verschiedenen Techniken ausführlicher auseinander. Mal ging es darum das Wochentier zu malen oder aus unterschiedlichen Materialien zu basteln. Mal wurden Lieder gesungen oder Rollenspiele gespielt. So eigneten sich die Kinder spielerisch nicht nur Wissen an, sondern bereiteten sich erfolgreich auf die Schule vor. Mitte Oktober war es für die älteren Kinder der Spielgruppe dann so weit - sie verließen die Gruppen, um eingeschult zu werden.

©SAVE
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Auf Wunsch der Eltern und Lehrer fand in diesem Jahr zum ersten Mal eine offizielle Verabschiedung der Spielgruppen-Absolventen statt. Die bunte Feier, zu der auch lokale VIPs wie die Dorfältesten eingeladen wurden, erhielt viel Unterstützung vor Ort - unter anderem von der Polizei und der Schulbehörde - die Stühle, Tische, Zelte usw. kostenlos zur Verfügung stellten. Auch die Talare und Doktorhüte, die die Kinder bei der Feier trugen, wurden gestiftet. Voller Stolz nahmen die Kinder in dieser würdevollen Ausstattung ihre „Diplome“ entgegen. Früh übt sich ein nachhaltiger Umgang mit Umwelt und Ressourcen. Durch den Besuch der SAVE-Spielgruppen ist in den Kindern hoffentlich ein Samen gepflanzt worden, der ständig weiter wachsen wird. Ein Samen der Liebe für Natur und Umwelt gepaart mit dem Wunsch, deren Ressourcen, Pflanzen und Tiere zu schützen.

 
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